Schau, wie schön es ist

   

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Ich möchte, dass es seinen Charakter als einfaches Bauernhaus behält und dabei trotzdem angenehm zu bewohnen ist. Jedes Mal, wenn man dort ist – vom ersten Moment an.

Ein Haus muss bewohnt werden, damit es ihm gut geht. Daher ist es zu mieten – das ganze Jahr über.

Die Einnahmen durch die Vermietung werden benötigt, um das Haus und das Gelände drumherum zu pflegen und zu erhalten. Man muss regelmäßig mähen, den Wald bewirtschaften, um Brennholz zu haben, den Zufahrtsweg richten, das Haus muss regelmäßig geputzt werden, die Wäsche gewaschen, Strom und Wasser wollen bezahlt sein. Was kaputt geht muss ersetzt oder repariert werden. Neue Dinge werden angeschafft, um es schöner oder besser zu machen.

Es ist ein einfaches Haus, daher ist nicht alles perfekt. Perfekt ist allerdings die Lage: Es ist im Sommer in 500 m Höhe stets kühler als direkt am Meer. Dorthin kommt man in 45min und hat eine große Auswahl verschiedener Strände. In einer Stunde ist man in Siena, in zwei in Florenz oder in drei in Rom.

Oder man bleibt einfach wo man eh schon ist: am RIGUARDIO, denn jetzt ist RUHE. Mitten in den Wäldern der „Colline Metallifere“, den metallenen Hügel muss man niemanden sehen, wenn man nicht möchte. Nachts hört man das Käuzchen rufen tagsüber die Zikaden schnarren und manchmal kommt eine Wildsau vorbei.

Im Sommer findet sich immer ein schattiger Platz unter einem Baum, wo ein laues Lüftchen weht. Im Winter strahlt die tief stehende Sonne während unten im Tal noch der Nebel wabert. Abends wärmt der knisternde Holzofen.

Es ist kein perfektes Haus aber es fehlt nicht mehr viel

Im Winter.

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